3 Ideen für Mindmaps im Content Marketing

Vielleicht hast du während deiner Content Planung auch schon öfters gedacht: „Ich hab einfach keine Ideen“. Wenn du dann anfängst nach Methoden zu suchen, um deine kreative Prozesse anzukurbeln, findest du endlos viele Möglichkeiten. Aber welche ist nun die richtige?

Mindmaps sind eine bewährte Methode, um den eigenen Ideen auf die Sprünge zu helfen und können dich dabei unterstützen Struktur in deine Gedanken zu bringen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie du Mindmaps im Content Marketing gewinnbringend einsetzen kannst. Hier meine drei Ideen für dich!

Was ist eine Mindmap?

Eine Mindmap wird manchmal auch als Gedächtnislandkarte bezeichnet und besteht aus einem Zentrum und beliebig vielen Verzweigungen. Im Zentrum steht der Hauptbegriff oder das Thema, welches in der Mindmap behandelt wird. In den Verzweigungen, die rund um das Zentrum angeordnet sind, sind die Schlüsselwörter notiert, in die das Hauptthema untergliedert werden kann.

Die Schlüsselwörter können sich je nach Umfang und Tiefe des Themas in weitere Ebenen verzweigen, wodurch eine Art Landkarte entsteht.

Mindmaps im Content Marketing

Für was ist eine Mindmap gut?

Mindmaps sind sehr gut geeignet, wenn es darum geht, umfangreiche Themen zu gliedern und Ordnung in die dazugehörigen Schlüsselwörter oder Sub-Themen zu bringen.

Durch das Erstellen einer Mindmap werden die Zusammenhänge zwischen den Sub-Themen sichtbar und durch die weiteren Verzweigungen schaffst du ein klares Gesamtbild des Themas.

Was ist der Unterschied zwischen Mindmapping und Brainstorming?

Brainstorming ist das Sammeln von Begriffen oder Ideen zu einem bestimmten Thema. Ein Brainstorming kann zum Beispiel so durchgeführt werden, dass du in einem Zeitlimit von einigen Minuten alle Begriffe notierst, die dir dazu einfallen. Du kannst dazu Notizzettel oder ein digitales Tool verwenden.

Dabei spielt die Reihenfolge der Ideen, die du aufschreibst, erst einmal keine Rolle. Lass deinen Gedankenfluss freien Lauf. Alles dreht sich darum, möglichst viele verschiedene Ideen in der festgelegten Zeit auf den Tisch bzw. den Screen zu bringen.

Mindmapping hingegen ist eine strukturiertere Methode, um Ideen zu finden. Indem du vom Zentrum startest und Schlüsselwörter rund herum aufschreibst, bekommst du immer wieder neue Ideen, die zu weiteren Verzweigungen und Sub-Themen führen. Im Gegensatz zum Brainstorming stellst du beim Sammeln von Ideen gleich Zusammenhänge her.

Natürlich kannst du deine Ideen auch erst im Brainstorming notieren und im Anschluss mit der Hilfe einer Mindmap in eine geordnete Struktur bringen.

Brainstorming ist also der kreative Teil, eine Mindmap bringt anschliessend eine klare Linie in deine Ideen und Gedanken.

Mindmaps im Content Marketing

Wenn du Content Marketing betreibst, hast du dich bestimmt auch schon einmal in deinen vielen Ideen verzettelt, die du unbedingt umsetzen willst. Damit du keine deiner grandiosen Ideen mehr vergisst, weil dir bereits die nächste in den Sinn kommt, kannst du Mindmaps in deine Content Marketing Prozesse einplanen.

Hier drei Vorschläge, wie du Mindmaps im Content Marketing für dich gewinnbringend einsetzen kannst:

Mindmaps als Vorstufe zum Redaktionsplan

Ein Redaktionsplan ist die Grundlage für langfristiges und nachhaltiges Content Marketing. Irgendwo müssen die Ideen und die Strategie für einen überzeugenden Redaktionsplan aber herkommen.

Für den kreativen Prozess, die Vorstufe der Content Planung, sind Mindmaps das perfekte Tool. Du kannst schnell und unkompliziert Ideen sammeln und ohne viel Aufwand eine grobe Übersicht erstellen.

Anstatt deine Ideen also immer nur in einer Excel Liste oder Notiz abzuspeichern, könntest du deine Geistesblitze direkt in einer Mindmap festhalten. Durch die Verzweigungen kannst du mühelos eine Struktur aufbauen, durch die du ganz einfache einen besseren Überblick über dein Thema bekommst.

Je weiter deine Verzweigungen sind, desto mehr mögliche Keywords hast du bereits für deine Themen gesammelt. Perfekt also, um daraus später einzelne Topics für deinen Redaktionsplan abzuleiten.

Ein Content Hub besteht aus einer Pillar Seite und mehreren Spokes aus Unterseiten.

Content Hubs mit Mindmaps erstellen

Content Hubs werden im Content Marketing verwendet, um grosse Überthemen (Hubs) mit vielen einzelnen Unterseiten (Spokes) abzudecken. Mit Content Hubs stärkst du deine internen Verlinkungen und gleichzeitig deine Präsenz als Experte*in auf deinem Gebiet. Ist doch super, oder?

Zum Aufbau eines Content Hubs sind Mindmaps wirklich extrem hilfreich. Wie gehst du dabei also vor?

Das Zentrum bildet ein Spezialgebiet deines Experten-Themas und rund herum ordnest du dazu gehörigen Unterthemen als Spokes an. Nehmen wir an, du betreibst einen Online Shop für Bergsportausrüstung und möchtest mit Content Marketing deinen Traffic vergrössern. Dann könntest du zum Beispiel einen Content Hub zum Thema Wandern erstellen. Die Spokes wären in diesem Beispiel dann Themen wie

  • Erste Hilfe bei Wanderungen
  • Planung von Wanderungen
  • Orientierung in den Bergen
  • Wanderschuhe
  • Wanderrucksäcke etc.

Zu jedem Spoke kann es wieder weitere Verzweigungen geben. Im Beispiel sind dazu beim Thema Wanderrucksäcke die weiteren Themen

  • Grösse und Volumen
  • Passform finden
  • Rucksäcke für Frauen.
Content Hub Planung mit einer Mindmap
Content Hub Planung mit einer Mindmap: Hub und Spokes lassen sich unkompliziert anordnen und ein Überblick entsteht.

Während du die Mindmap erstellst, gehst du von einem Spoke zum Nächsten und suchst dir weitere Topics, die für dieses Unterthema von Bedeutung sein könnten. So baust du bereits ein Netzwerk auf, bevor du überhaupt anfängst, deinen Content zu erstellen.

Natürlich kannst du auch bereits bestehende Beiträge von deinem Blog in die Mindmap aufnehmen und dir so eine bessere Übersicht deiner Themen verschaffen, Zusammenhänge aufdecken und deine internen Verlinkungen stärken.

Mit Hilfe von Mindmaps Blogbeiträge planen

Du kannst mithilfe von Mindmaps im Content Marketing aber nicht nur strategische Ziele verfolgen, Redaktionspläne daraus generieren und Content Hubs erstellen. Auch für Content Creation und bei deiner Planung einzelner Blogbeiträge, White Paper oder E-Books ist Mindmapping bestens geeignet.

Blogartikel geplant mit einer Mindmap
Diesen Blogartikel habe ich mit einer Mindmap in Miro geplant.

Bevor du in den Schreibprozess gehst, bekommst du mit einer Mindmap Klarheit über die Inhalte und die Struktur deiner Texte. Ich nutze diese Technik häufig, um die einzelnen Teile eines Textes zu visualisieren. Meist kommen mir dabei noch zahlreiche Ideen, welche Informationen für den Beitrag noch wichtig sein könnten. Aber auch die Reihenfolge, in der ich die Textbausteine später im Fliesstext anordnen will, rücke ich hier an ihren Platz.

Wenn ich alles geordnet habe, lege ich mit dem Texten los und habe dann bereits eine klare Linie, an die ich mich beim Schreiben halten kann.

Welche Tools für Mindmapping?

Ob alleine oder im Team, ein digitales Mindmapping Tool erleichtert das Erstellen einer Mindmap und ermöglicht es dir, deine Mindmap schnell und einfach anzupassen oder zu ergänzen, wenn dir weitere Verzweigungen einfallen.

Ich arbeite vor allem mit MindNode und Miro und möchte dir die beiden Mindmapping Tools kurz vorstellen:

MindNode

MindNode ist ein reines Mindmapping Tool für Mac, iPhone und iPad. Das einfach zu bedienende Userinterface macht es möglich, direkt nach dem Start gleich mit der ersten Mindmap loszulegen und das Set an Themes lässt deine Mindmap unkompliziert in coolen Designs strahlen.

MindNode Userinterface für die einfache Erstellung von Mindmaps
Screenshot vom MindNode Userinterface. Rechts sind die verschiedenen Bedienelemente für Farben, Schriften und Design angeordnet.

Zudem können Sticker, Tags und Checkboxen in die Mindmaps eingefügt werden und um dich besser auf eine Verzweigung konzentrieren zu können, kannst du mit dem Focus Mode ablenkungsfrei an einem Thema konzentriert arbeiten.

MindNode wird lokal auf Mac, iPad oder iPhone installiert und kann mit dem kostenpflichtigen Abo auch geräteübergreifend synchronisiert werden. In der Free Version kannst du aber bereits den Editor mit den Basic Features nutzen.

Miro

Miro ist ein digitales Whiteboard, das die online Zusammenarbeit in Team extrem vereinfacht und kann viel mehr als Mindmaps erstellen. Gemeinsam mit deinem Team oder alleine kannst du Projekte und Pläne in diversen Layouts gestalten und ihr könnt in Realtime zusammen daran arbeiten.

Du kannst Miro online im Browser nutzen, es steht aber auch ein Download für Desktop, Tablet und Smartphone zur Verfügung. So hast du deine Mindmaps also immer mit dabei, egal welches Gerät du gerade in der Tasche hast.

Die Bedienung ist sehr intuitiv und lässt sich in wenigen Minuten lernen. Manchmal ist es gut, in Miro einfach mal mit einem leeren Board anzufangen, denn beim Scrollen durch die vielfältigen Vorlagen und Möglichkeiten kann man durchaus die Zeit vergessen.

Miro Userinterface inklusive der verschiedenen Bedienelemente
Das Miro Userinterface arbeitet mehr mit Icons, die aber eine intuitive Bedienung ermöglichen.

Mit einem kostenlosen Account kannst du dir drei Boards erstellen und eingeschränkte Funktionen nutzen. Für Mindmaps reichen diese Features aber locker aus.

Zwischen MindNode und Miro will ich keinen Vergleich anstellen, da die beiden Tools ganz unterschiedliche Anforderungen abdecken. Wenn du alleine arbeitest, hat MindNode als umfangreiches Mindmapping Tool sicher Vorteile. Im Gegenzug kannst du bei Miro Freunde oder Teamkollegen einladen, gemeinsam daran arbeiten und viel mehr als „nur“ Mindmaps erstellen.

Fazit

Mindmaps im Content Marketing? Für Brainstorming und zur Ideenfindung sind die verzweigten Landkarten ein extrem hilfreiches Instrument. Von der Content Strategie bis zur Planung einzelner Blogbeiträge kannst du Mindmaps für alle Aufgaben einsetzen und deiner Kreativität somit auf die Sprünge helfen.

Digitale Tools unterstützen dich, damit du deine Mindmaps überall dabei hast oder mit anderen zusammen daran arbeiten kannst.

Für mich sind Mindmaps zu einem der wichtigsten Tools geworden, wenn es um meinen Content geht. Bei meinen Prozessen zur Ideenfindung, zum Strukturieren von Inhalten, beim erstellen von Content Plänen und der Vorbereitung einzelner Blogartikel möchte ich auf diese kreative Technik nicht mehr verzichten.

Probier es doch auch mal aus und schreibe mir, welche Erfahrungen du mit Mindmaps gemacht hast.

Hast du trotz Brainstorming einfach nicht die richtigen Ideen und kommst du auch mit Mindmaps im Content Marketing auf keinen grünen Zweig 🌿?

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